Färberisiken

Leider lassen sich beim Färben nicht alle Risiken ausschließen.
Dies gilt ganz besonders beim Umfärben in einen anderen Ton.
Möglichen Risiken, für die wir keine Haftung übernehmen können.

Umfärben in einen komplett anderen Ton bei Nappa (Glattleder).
Möbel, Bekleidung, Taschen



Da man in den Nähten nur schlecht färben kann, bleibt hier manchmal der Originalfarbton erhalten. Wenn das Leder überdehnt wird,  kann man eventuell in den Nähten noch den Originalfarbton sehen.
Das Futter kann beim Umfärben, besonders an den Stellen, wo es mit dem Leder vernäht ist, wie z. B. am Saum oder den Revers ein wenig Farbe abbekommen.
Die schönsten Ergebnisse erhält man, wenn man Leder in der gleichen Farbe auffärbt, die es ursprünglich hatte, oder wenn man in einem sehr nahen verwandten Farbton bleibt.
Hierbei fällt es dann überhaupt nicht auf, wenn das Futter ein wenig Farbe abbekommt bzw. falls irgendwo zwischen den Nähten bei Überdehnung noch die alte Farbe zu sehen ist.

Schuhwerk

Bei Schuhwerk gibt es zwei Problembereiche:
die Innenseite und der Übergang von Leder zur Sohle.
Bei beiden kann man nicht verhindern das auch Farbe daran oder hineinkommt.
Da mit Wasserfarbe unter Hochdruck gesprüht wird, findet dieses höchst flüssige Medium einen Weg unter jede Abklebung.
Zwar kann man einiges mit Reinigung wieder hinbekommen aber halt nicht alles.

Umfärben in einen anderen Ton bei Veloursleder (Rauh oder Wildleder)

Bekleidung, Schuhwerk, Taschen
Veloursleder umzufärben ist etwas ganz anderes als Nappaleder umzufärben!
Während es sich bei Nappaleder um Deckfarben handelt, die die alte Farbe überdecken, 
sind Veloursfarben additive Farben, d. h. man gibt zu einer bestehenden eine neue Farbe hinzu und erhält eine Dritte.
Veloursleder kann leider nur sehr begrenzt umgefärbt werden und nur in der Richtung hell nach dunkel, außerdem ist es ein langwieriger Prozess und es kann keinerlei Garantie auf ein Gelingen gegeben werden obwohl wir in der Regel schöne, weiche Ergebnisse erzielen.
Anders als bei Deckfarben wird das Futter in der gleichen Farbe mitgefärbt.
Besteht das Futter jedoch aus Kunststoffen wird es ev. nur bedingt die Farbe annehmen

.
Bei Veloursleder kann kein genauer Farbton gewählt werden, sondern es wird immer nur eine grobe Farbrichtung angesteuert z. B. dunkelblau, dunkelbraun oder so schwarz wie möglich.
Wir bitten folgende Punkte zu beachten.
Leder ist schönste Natur, aber auch mit versteckten Fehlern wie löslicher Klebstoff in den Nähten und am Saum die beim Reinigen austreten können.

Folgende Probleme können entstehen für die wir keine Garantie übernahmen können:

Dunkles bzw. farbiges Leder kann auf helles Futter abfärben
Mehrfarbige Lederteile können beim Reinigen abfärben.
Lederbänder als Verzierungen können geklebt sein und bei der Reinigung abgehen.
Aplikationen/Pailetten/Perlen/Nieten/Knöpfe und ähnliches können beim reinigen beschädigt werden.
Umfärbungen auf einen helleren Farbton zeigen oft versteckte Beschädigungen, die vorher kaum zu sehen waren.
Durch das Färben kann das Leder im Griff etwas fester werden.
Durch das Bewegen und Tragen wird es allerdings wieder weicher.
Lederbekleidung mit Pelz oder Fell am Kragen oder Innen kann wie auch das Futter Farbe abbekommen, beim Auf und Umfärben.
Leider gibt es keine Auszeichnungspflicht wie Velours- oder Wildleder gegerbt wurde
Deshalb kann man hier nicht garantieren wie das Ergebnis wird.
Bei neuen Aufgaben die wir noch nicht gemacht haben, die der Kunde aber unbedingt will übernehmen wir keine Garantie.